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Kalender - Feiertag Schweiz: Hilari
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Der Hilari findet jeweils vom Donnerstag bis Sonntag in der Woche vom 13. Januar statt. Fällt der 13. Januar auf den Sonntag, wird der Hilari ab dem darauf folgenden Donnerstag gefeiert. Offizieller Hilari-Beginn ist jeweils am Freitag um 04.00 Uhr mit der Tagwache. Wo: Gemeinde: 8245 Feuerthalen (ZH) Gemeinde: 8247 Flurlingen (ZH) Gemeinde: 8248 Uhwiesen (ZH) Allgemein: Hilarius hat seinen Namenstag am 13. Januar als Ältester Schüler des Jahrganges, der die Oberstufe abschliesst. Die Ältesten treten mit Frack und Zylinder auf, heiseln am Silvester, verkaufen Eintrittsbillette und organisieren und betreiben die Hilari Disco im Turnhallenkeller. Heiseln bedeutet Eintreiben oder „Heuschen“. Die Ältesten statten am Silvester Abend überall dort im Dorf einen Besuch ab, wo ein Baby zur Welt kam. Die Ältesten, die sich deswegen auch Heisler nennen, tragen einen traditionellen Spruch vor, werden bewirtet und erhalten einen finanziellen Zustupf für den Bau der Hilari Disco. Das Einläuten ist der Umzug der Ältesten Dorfjugend und der Eltern am Hilari Donnerstag Abend durch das Dorf. Mit Glocken, Trommeln und Pauken wird der offizielle Beginn der traditionellen Feierlichkeiten eingeläutet. in der Nacht von Hilari Donnerstag auf Hilari Freitag verschleppt die Flurlinger Dorfjugend aus Hinterhöfen und Gärten herumliegende Gegenstände zum Gemeindehausplatz (streicheln). Die Streichler sind aufgerufen, dabei keine Sachbeschädigungen anzurichten. Sie können dafür haftbar gemacht werden! Verluntschen nennt sich das Verkleiden der Hilari Teilnehmer mit Gewändern aus vergangenen Zeiten, selbstgebastelten Kostümen und dergleichen. Am Samstag Nachmittag ist ein Umzug durch das Dorf. Die halbe Bevölkerung nimmt mit bemerkenswertem Engagement aktiv teil, der Rest applaudiert an den Strassenrändern. Hilarimaa oder auch Hilarivatter genannt, ist nicht ein Böögg! Der Hilarimaa ist eine von den Ältesten gefertigte Strohpuppe, Sinnbild für den bösen Ritter der Hilari Sage. Am Samstag abend wird der Hilarimaa verbrannt. Die Ältesten verlesen die Abdankung anschliessend wird von allen Anwesenden das Hilarilied gesungen. In früheren Jahren fand das Ausläuten im Rahmen eines Umzuges statt, an dem folgender Spruch gerufen wurde: „Gläristag verbii, wo händer au de Wii, d’Wiiber händ en gsoffe, und üüs hätts nüt meh troffe!“ Geschichte: Hilariurkunde: Im Schloss Laufen wohnte ein Fräulein, genannt Berta von Laufen, welche mit ihren zum Schlosse gehörenden Gemeinden auf gutem Fusse stand und durch ihren Edelsinn und ihre Wohltätigkeit beim Volke sehr geschätzt wurde und beliebt war. Ein Ritter, Hugo von Hohen-Krähn, im Hegau, begehrte sie zur Frau. Berta von Laufen, welche sehr an ihrem Volke hing, und der die Grausamkeiten der Vögte und Raubritter wohl bekannt waren, wies den Ritter Hugo mit Abscheu zurück. Gerade am Geburtstagsfest der Berta von Laufen, als die Gemeinden ihre Abgeordneten nach Laufen sandten, um ihr ihre Glückwünsche und Gaben zu überreichen, erschien der Ritter Hugo mit seinem bewaffneten Gefolge. Als Berta von Laufen ihn zurückwies, wurde er so darüber erbost, dass er der Berta Rache schwor und bei seinem Abzug zurief: „Mir solche Schmach, das ruft nach Rach, mein sollst du sein, doch nicht durch Frein, nein durch das Schwert wirst du begehrt. Des Schlosses Brand zünd durch das Land“, und zu den Bauern rief er wütend: „Und eure Saaten reit ich nieder. Ade, bald sehen wir uns wieder.“ Eines Tages sass Berta von Laufen mit ihren Zofen und Pagen im Schlossgarten. Überall waren Wachen aufgestellt, um nach einem Feinde auszuspähen. Beim Känzeli heilt der treueste Diener Bertas, Otto, Wache. Plötzlich wurde ein Klirren von Waffen vom Rheinfallspförtchen her vernehmbar. Der Feind stürmte aus den Gebüschen hervor, voran der Ritter Hugo. Otto, der Diener, hatte sich bestechen lassen und dem Feinde die Pforte geöffnet. Die Wache leistete eine Zeit lang vergebens Widerstand. Da, welch ein Glück, noch zur rechten Zeit trafen die Bauern der Gemeinden Uhwiesen, Feuerthalen, Flurlingen und Langwiesen, welche vom Bedrängnis ihrer Herrin gehört hatten, ein. Nach kurzem Gefecht wurden die Ritter in die Flucht geschlagen. Die siegreichen Bauern kehrten in den Schlossgarten zurück, wo sie Berta mit freundlichstem Dank empfing. Als Belohnung für die Hilfeleistung überreichte Berta von Laufen am Hilaritag den Gemeinden eine Schenkungsurkunde auf Pergament, wonach die ganze Waldung am Kohlfirst den Rettern geschenkt wurde, und zwar nach der Anzahl der Bauern, welche zu Hilfe kamen. In dankbarer Erinnerung dessen feiern die vier beschenkten Gemeinden alle Jahre den Schenkungstag Hilari. |
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